Donnerstag, 2. Dezember 2010

Tag 4 - Battambang

Wir waren heute sehr frueh im white rose, um noch genug zeit fuer Wat Banan, eine nahegelegene Tempelanlage, zu haben.
Das fruehe Aufstehen hat sich voll und ganz bezahlt gemacht, denn wir waren anscheinend ausserhalb der Besucherhochzeit vor Ort, was bedeutet, dass wir den Tempel fuer uns hatten. Mal abgesehen von den einheimischen Khmer natuerlich.
Bevor wir allerdings den Tempel zu Gesicht bekamen, hatten wir einen nicht zu verachtenden Aufstieg zu bewaeltigen. Die Plackerei mit den ueber 300 Stufen hat sich jedoch mehr als gelohnt. Wir haben selten einen Ort erlebt, der eine so tiefe Friedlichkeit ausstrahlt wie dieser. Wir machten ein paar Fotos und setzten uns schliesslich an die Treppe und genossen die Sonne, die Aussicht und die ganz besondere Atmosphaere des Tempels, die sich einfach nicht in Worte fassen laesst, sie laedt einfach dazu ein, die Augen zu schliessen, in sich hineinzuhorchen und zur Ruhe zu kommen.
Doch als die erste Touristengruppe anrueckte, nutzten wir die Gelegenheit um abzuruecken.
Marco konnte allerdings nicht genug bekommen und blieb noch etwas laenger, was zur Folge hatte, dass wir getrennt weiterfuhren und zwar zu den Killing Caves, Hoehlen, die die Roten Khmer als Massengraeber fuer die vielen Toten waehrend ihrer Schreckensherrschaft benutzten.
Der Weg dahin erwiess sich jedoch als ausserordentlich abenteuerlich, nicht nur wegen der Schlagloecher oder Fahrzeuge, die so dicht an uns vorbeirauschten, dass Vincent schon Angst bekam, als schlechtes van Gogh Imitat ohne Ohr heimzukommen, sondern auch weil wir einen Platten hatten.
Dieses Unglueck erwies sich gluecklicherweise als marginal, denn unser Fahrer war fuer diesen Fall bestens ausgeruestet. Wagenheber, Ersatzrad, Muttern, Schluessel, Schrauben und technsiches Know-How waren vorhanden und so wurde eine Reifenpanne in wenigen Minuten aus der Welt geschafft.
Sehr zu unserer Erleichterung natuerlich.

Was wir allerdings noch nicht ahnten, war, dass uns das unserem vermeindlichen Ziel zwar naeher brachte, es allerdings anders war, als wir es uns vorgestellt hatten.
Wir landeten in einer kleinen Touristenfalle, von der aus man noch weiter ein Mofa mieten musste. Wir waren, auch weil wir nicht mehr allzuviel Zeit hatten und darauf auch mehrmals aufmerksam gemacht hatten, etwas muerrisch und bliesen die Aktion ab.
Bis auf Funky, Marco und Jan W. fuhren wir zurueck aufs PPS-Gelaende. Die drei hatten, auch wenn ihre Tour nur kurz war, noch Spass.
Sie besichtigen naemlich nicht nur die Killing Fields, die natuerlich betroffen machen.Sie sind zwar inzwischen wieder geraeumt aber der Ort bewahrt sich trotzdem seine eigenwillige Atmosphaere. Kurz vor Abfahrt nutzten die drei noch die Gelegenheit, sich einen modernen Tempel anzusehen, den hauptsaechlich seine ausufernde Farbenpracht von seinem aelteren Bruder unterscheidet.
Unsere Gruppe traf sich dann zum Essen, das wir gemeinsam genossen, wieder.
Nach einer kleinen Ruhepause, bzw. Nickerchen unter kambodschanischem Himmel machten wir uns wieder an unsere Workshoparbeit, die immer weiter Fortschritte macht. Die Ablaeufe klappen immer besser und ”es groovt”inzwischen “wie die Pest”.
Wegen dieser kleinen Erfolgserlebnisse macht das Ganze wirklich grossen Spass.
Anschliessend gingen wir nocheinmal eins unserer Stuecke zu Probezwecken durch und sahen uns zum Ausklingen des Abends noch eine Kooperation zwischen franzoesischen, belgischen und kambodschanischen Artisten am Trapez an.

Wegen der grossen Nachfrage hier unser naechster Web-Tip:


  
Vor dem Aufstieg noch voller Tatendrang :D
Praechtige Tempel, aelter als Angkor Wat
 Achtung, Einsturzgefahr
 Pflanzenstudien
 In der Ruhe liegt die Kraft
 Reifenpanne!
Beat im Einklang
 Freude und Heiterkeit beim Workshop

5 Kommentare:

  1. Hollo Ihr,
    das hört und sieht ja nach super Erlebnissen aus!
    Ich möchte auch diesen Frieden und die Ruhe spühren!
    Toll das die Fäden weg sind!!!
    Wir sind hier fast eingeschneit- Yorck hat heute 2 stunden Schnee geschippt und ich dann am Nachmittag nochmal 11/2 Stunden..das läßt hoffen für den Weihnachtsmarkt(in Schnee und Kälte)
    und den weiteren Winter...bitte nicht!
    Ich werde gleich noch die blog Adresse an Karbes und an Renate weiterleiten..
    damit ihr nochmehr Leser bekommt-
    Ich freue mich schon auf euren neuen Bericht
    und der heute war besonders spannend...ich danke euch liebe grüße auch von Yorck, Anina und Sofia eure Minsine

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  2. Hallo Tebras!
    Schön, dass Ihr vor Euren Auftritten noch solche Eindrücke vom Land, seinen Menschen und seiner Kultur bekommen könnt! Ich beneide Euch sehr!
    Gestern hatten wir "alten Newcomer" (Ritmo Bayar) beim Sambatrommeln unsere Generalprobe auf der UFA-Bühne, ohne Sara + Manni, chaotisch, wild, basisdemokratisch, aber mit viel Charme - und danach haben wir im Café Olé viel über Euch und Eure Abenteuer und Reisen gesprochen. Das wollen wir dann irgendwann mal nachmachen.. :-)
    Lasst es Euch gutgehen! Siss

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  3. Hi Tebras,
    es ist toll zu lesen, dass ihr wieder viel Spaß mit den Kambos habt. Ihr könnt euch sicher denken, dass Tim euch wahnsinnig beneidet. Der viele Schnee hier ist nicht wirklich eine Entschädigung.
    Genießt die schöne Zeit, habt viel Freude an den Auftritten und kommt alle gesund und glücklich wieder.
    Ganz liebe Grüße, Margitta & Co.

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  4. Hallo Ihr Lieben,
    wo seid Ihr...es ist schon fast 18.00 und sonst
    war schon immer ein neuer tagesbericht da...
    nein Scherz!
    Heute ist euer 5. Tag und ich war ungeduldig..
    ich schau dann mal wieder nach
    bis später oder morgen
    ich binn gespannt
    ciao mini

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  5. moin moin,
    aus die maus? fäden raus! fantastische bilder, danni ist neidisch, sie wäre auch gerne da - wo sie doch so leidenschaftlich gerne fliegt, ha - wir tempeln und meditieren nicht, dafür sinnieren wir was mitnehmen zu pepe und nona, warum sind es nur drei tage, kann man das verlängern, sollten wir überhaupt noch arbeiten, blabla - jordan ist weg und wir haben zum ersten mal seit zwei monaten kein kind um uns herum. gespenstisch. sei(d) gegrüsst und du sohn, geküsst. melden uns aus neunkirchen, zusammen mit p. & n. was wohl wieder im typischen pepetexten enden wird.
    grußkuss auch von danni. papa

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