Sonntag, 5. Dezember 2010

Tag 7 - Phnom Penh

Heute war der grosse Tag.
Der erste Auftritt und alles was dazugehoert, die Aufregung, das Lampenfieber und die Ernuechterung hinterher, wenn es doch nicht ganz so laeuft, wie man es sich vorgestellt hat. Aber wir sollten von vorne beginnen.
Unser Tag fing schon frueh an. Namentlich um 6:45 Uhr, um rechtzeitig zum Fruehstueck wieder am Mekongufer zu sein. Man muss aber sagen, dass es sich wirklich gelohnt hat, so frueh aufzustehen, denn direkt am Ufer mit Blick auf den Fluss auf der Terrasse zu sitzen und zu fruehstuecken, hat schon einen ganz besonderen Charme. Nach dieser Staerkung machten wir(Jan, Jan, Vinc, Lisa und Alex uns auf den Weg Phnom Penh a pied, also zu Fuss, zu erkunden. Die Sonne tat allerdings ihr bestes, unsere Unternehmung moeglichst kurz zu halten. Wie gut, dass es Cafes mit Klimaanlagen gibt. Das, in dem wir unsere "Cola- bzw. Teeverschnaufpause" machten, hiess Java und war nicht nur ein Cafe, sondern auch eine Galerie, die witzigerweise zur Zeit Kunstwerke aus der "Artschool" von PPS ausstellen. Wir fuehlten uns dort also quasi sofort heimisch.
Nach unserem kleinen Spaziergang spielten wir uns noch kurz warm und waren dann mit dem Soundcheck an der Reihe, der, wie sollte es auch anders sein, ziemlich chaotisch ablief, vor allem, weil eigentlich Manni die Augabe der Techniker uebernahm; wie gut, dass er das noetige Fachwissen dazu hat.

Der restliche Tag verlief ganz im Zeichen, der Ruhe und der Entspannung, um fuer den Abend genug Energie zu haben. Die einzige Unternehmung, die wir noch machten, war ein kleiner gemaechlicher Ausflug zum hiesigen Markt, der endlich unsere doch etwas touristisch angehauchten Beduerfnisse nach Souvenirs befriedigen konnte. Von einem allzugrossen Kaufrausch hielt uns gluecklicherweise die Tatsache ab, dass die Staende bereits am Schliessen waren, als wir gerade ankamen und wir relativ schnell sehen mussten, wo wir bleiben.

Im Backstage gingen wir nocheinmal die Ablaeufe einiger Stuecke durch, bevor wir uns in unsere Montur schmissen.
Wir wollen unseren Auftritt ja nicht schlecht machen, aber dadurch, dass er relativ spaet war, war schon ein grosser Schwung von Zuschauern gegangen. Dazu kam noch, dass die Nummer vor uns die Schreckensherrschaft der roten Khmer thematisiert. Dieser Teil der kambodschanischen Geschichte ist noch nicht genuegend aufgearbeitet, was wahrscheinlich auch der Grund war, wieso waehrend dieses Beitrags nocheinmal eine kleine Menge von Khmer aufstand und ging. Denn oftmals werden die Geschehnisse tabuisiert und verdraengt.
Trotzdem kam es gut bei dem verbleibenden Publikum an. Als alles vorbei war, kratzten wir die Reste des Buffets zusammen und machten uns auf den Weg nach Hause.
Im Nachhinein machen wir uns aber nicht so viele Gedanken, wir hatten Spass, welchen wir auch ruebergebracht haben, und sehen nach vorne.
Wir sind gespannt auf den naechsten Versuch, den wir bereits morgen bekommen.

2 Kommentare:

  1. Hallo Ihr Trommelprofis! Blöd, dass Ihr für Euren Auftritt so eine unpassende Platzierung nach einem Schreckensthema bekommen habt. Aber hr haqbt dann sicher wieder das Beste daraus gemacht..! Schaut nach vorne - und freut Euch auf morgen!
    Einen besonderen Gruß heute an Sara und Manni: Unser Auftritt gestern Abend in der UFA ist gut gelaufen trotz langer, langer Wartezeit vorher. Aber wir waren alle gut drauf, hatten unseren Spaß - und dem wenigen noch verbleibenden Publikum (die meisten sind nach 4 Stunden Programm vorher gegangen) hat es gut gefallen. Und war haben vor, in einigen Jahrzehnten so gut zu werden wir Ihr :-)! Danke an Eure Vorbereitung noch hier in Berlin.
    Und nun toi, toi, toi für morgen!
    Sigrid

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  2. Hi Ihr Lieben,
    schade, daß Ihr nicht so viel Publikum hattet, wie Ihr verdient habt, toll wie reflektiert und positiv Ihr damit umgeht!
    Also dann Jungs und Mädels in die Hände gespuckt und weiter so...es kann nur besser werden!!
    Ps. Jan N. ich habe Deinen alten Haustürschlüssel wiedergefunden!!
    Ich denke an euch
    Mini

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