Montag, 13. Dezember 2010

Tag 15 - Battambang

Der heutige Morgen begann zu einer ueblichen Zeit gegen 9:30 Uhr und mit einem ueblichen Fruehstueck im White Rose. Nach einigen Fruit Shakes und Fruit Salads machten sich Jan, Jan und Vincent auf den Weg zu Lilli Perles um Armbaender fuer Chhunly und Kolap zu kreieren. Die sollten am Abend verschenkt werden.
Gegen 13:00 Uhr kamen wir auf dem PPS Gelaende an und machten uns auf ins Restaurent. Das Mittagessen war perfekt auf unsere Wuensche abgestimmt, da wir am Vortag unsere Vorlieben bekannt gaben und wir fast die einzigen waren, die dort heute noch zu Mittag assen.
Mit vollem Bauch und einem Laecheln im Gesicht verteilten wir die Geschenke fuer die Khmer Musiker. Diese freuten sich sehr.
Im Anschluss schraubten wir unsere Trommeln auseinander, damit wir mehr Platz fuer unser Privatgepaeck haben, da es wahrscheinlich wieder nur ein Freigepaeckstueck gibt.
Wir nahmen die Trommeln schon mit ins Hotel und fuegten unser eigenes Gepaeck hinzu, damit wir das Maximum an Gewicht ausreizen und keine Extragepaeckstuecke aufgeben muessen.
Danach haben wir noch ein Cafe fuer uns neu endeckt,wo wir Shakes und Kokusnuesse genossen. Da die Preise absolut okay waren und das Cafe sehr gemuetlich war, aergerten wir uns, dass es unser erster und letzter Aufenthalt dort war.
Um 19:00 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Abendessen im White Rose, dabei trafen wir immer mehr bekannte Khmer Musiker, welche wir am Tag eingeladen haben. Die Stimmung war sehr schoen und wir genossen ein hervorragendes Essen. Wir sassen noch sehr lang und drueckten uns vor dem Abschied, der uns aber sicher nicht so schwer fiel, wie der bevorstehende morgige. Um 10:00 Uhr werden wir die Khmer Musiker das letzte mal fuer eine unbekannte Zeit sehen.

Sonntag, 12. Dezember 2010

Tag 14 - Battambang

Heute war der letzte Tag des Festivals, also hiess es, noch einmal alles geben.

Gefruehstueckt wurde ganz entspannt um 10 Uhr im White Rose.
Das Mittagessen liessen wir aus zwei Gruenden ausfallen. Einerseits wegen dem spaeten Fruehstueck und andererseits, weil wir mit Chunly noch einmal auf den Markt gegangen sind, um uns ganz besonders tolle Staende zeigen zu lassen.
Um halb 3 ging es zu Phare. Die letzte Parade stand an. Diese sollte noch einmal ein echter Knueller werden.
Und so marschierten wir ca 1,5 Stunden durch Battambang und warben fuer den letzten Festivaltag.
Zurueck bei Phare, entschieden die meisten, noch einmal kurz ins Hotel zu fahren und sich frisch zu machen.
Im Anschluss schauten wir uns noch einmal ein paar Shows anderer Artisten an.
Als wir uns fuer das grosse Finale vorbereiteten, bekamen wir ploetzlich die Nachricht, dass wir auf Grund eines Programmsausfalls und einer drohenden Programmluecke noch einmal auf der Hauptbuehne spielen sollten.
Dieser Gig war wieder gelunge n und im Anschluss kamen alle Kambodschaner, mit denen wir die Workshops gemacht und auch auf den Paraden gespielt hatten, mit auf die Buehne.
Gemeinsam begleiteten wir die abschliessende Vorstellung aller mitwirkenden Kuenstler.
Als Hoehepunkt gab es noch ein Feuerwerk. Es herrschte ein sehr froehliche Stimmung auf der Buehne und alle feierten ausgelassen das erfolgreich verlaufene Festival.

Im Restaurant war fuer alle noch einmal ein Buffet aufgebaut und so wurde gemeinsam gegessen, getrunken und gelacht.
Zu guter Letzt wurde vor der Hauptbuehne noch Musik aller Art gespielt, weshalb wir noch ein Weile gemeinsam mit den anderen Artisten getanzt haben, bevor wir uns auf den Weg ins Hotel machten.

Das Festival und alles, was dazu gehoert, ist sehr positiv und zu unserer Zufriedenheit verlaufen und hat uns viel Spass gemacht.

Ps: Da es auch heut schon sehr spaet, ist, wir aber morgen hoffentlich etwas Zeit haben werden, versuchen wir de Fots morgen folgen zu lassen

Samstag, 11. Dezember 2010

Tag 13 - Battambang

Heute war ein toller Tag, der wie immer mit einem Fruehstueck in unserem Stammlokal begann. Nachdem wir das Essen hinter uns gebracht hatten, gingen Jan, Jan, Lisa, Vincent und natuerlich Alex nochmal den Markt unsicher machen(es gibt immer etwas Neues zu entdecken), um uns im Anschluss nocheinmal kurz auszuruhen und dann zu Phare zu fahren.
Energetisch gesehen hatten wir einen Vorteil, denn die Parade ist ausgefallen, das heisst, dass wir all unsere Power in die Vorbereitung und unseren tatsaechlichen Auftritt stecken konnten.
Wieder Erwarten ging eigentlich alles gut, also die Mikrophone, Gitarre und Keyboard liefen gut. Da wir die letzten waren, die vor dem Auftritt ihren Soundcheck hatten, konnten wir relativ sicher sein, dass unsere Einstellungen bis wir spielen wuerden auch beibehalten werden.
Nachdem wir auch die Soundcheckhuerde gemeistert hatten, gingen wir zur Besprechung der Final Improvisation, die am naechsten Tag, quasi als kroenender Abschluss, vor dem Feuerwerk stattfinden sollte.
Wir beschlossen, dass alle Kuenstler nochmal die Gelegenheit haben sollten, sich kurz vorzustellen und an ihr Programm zu erinnern, waehrend wir, zusammen mit unseren zahlreichen Workshopteilnehmern, die musikalische Unternmalung dazu beisteuern wuerden.

Danach warteten wir nur noch auf unseren Auftritt, alles war wie immer etwas durcheinander und chaotisch, aber nach den ueblichen Aenderungen im Programm kamen wir endlich an die Reihe und man kann sagen, dass es genau der Auftritt war, den wir uns erhofft hatten, naemlich mit massig Publikum, das zudem auch noch richtig aus dem Haeuschen war und mit dem man richtig Spass haben konnte, wie zum Beispiel, als wir zum Klang unserer Trommeln alle gemeinsam Happy Birthday fuer Jan sangen.

Dazu kam natuerlich auch noch Alex, der mit seinem Didge zu Hoechstform auflief und ein wahres Klangfeuerwerk entfachte, dem sich niemand zu entziehen vermochte.
Hinterher erfuhren wir, dass wohl ueber 1000 Leute anwesend waren, was uns dann doch beeindruckt hat, weil man durch die Buehnenbeleuchtung einfach ganz schwer schaetzen kann, wie viele Zuschauer man tatsaechlich gerade hat.

Nach verrichteter Arbeit wurde Jan nochmal zuenftig mit spruhkonfetti "behaengt"und bekam seinen Kuchen, den wir gemeinsam, in voller Dekandenz noch vor dem tatsaechlichen Essen verspeisten. Danach machten wir uns noch auf einen Absacker auf ins Madison, eine Bar, die zwar waschechte Touristenpreise auftischt, aber manchmal muss man sich eben auch etwas goennen.

Wir gingen schliesslich erschoepft aber gluecklich ins Bett.

Freitag, 10. Dezember 2010

Tag 12 - Battambang


Der Tag begann heute geruhsam mit einem sehr spaeten Fruehstueck um 9.30 Uhr im White Rose.
Wir liessen es uns wie immer schmecken und schlenderten danach gemuetlich zum Hotel zurueck, weil wir viel Zeit bis zum ersten Tagesprogrammpunkt, der Parade, hatten.
Erst wollten wir mit Fahrraedern ein wenig Battambang erkunden. Jedoch bekamen wir vorher die Mitteilung, dass die Parade vorverlegt wurde.
Deswegen beliessem wir die Vormittagsaktivitaeten bei einem kurzen Markt- / Stadtbummel. Auch das Mittagessen liessen wir heute wegen des spaeten Fruehstuecks bleiben.

Das Highlight des Tages war, dass wir von einem Polizei-Pickup am Hotel abgeholt und auf der Ladeflaeche zu PPS gebracht wurden.
Die Parade verlief heute fuer uns wesentlich angenehmer als gestern, weil die Wegstrecke nicht so lang war und von den Leuten vor uns nicht so ein schnelles Tempo vorgelegt wurde.
So kamen wir wie auch gestern zufrieden von der Parade zurueck zu Phare, weil auch wieder viele Zuschauer die Strassen gesaeumt hatten.

Nach dem Abendessen begann schliesslich der zweite Festivalabend.
Da fuer uns kein Auftritt anstand, konnten wir uns entspannt auf den Balkon des ersten Stocks der Bar in der ehemaligen Musikschule setzten und die Darbietungen verfolgen.
Bei fast allen Acts gab es Technikprobleme, die auch noch dadurch nicht besser wurden, dass kurz vor Beginn ein Generator in Flammen auf ging.
So mussten die Kuenstler auch heute abend wieder mit Licht- und Tonkomplikationen leben, aber die meisten Vorfuehrungen waren gelungen und schoen anzuschauen.

Morgen sind wir wieder an der Reihe. Wir sind schon sehr gespannt.

Tag 11 - Battambang

Heute ist Donnerstag....

Donnerstag, das bedeutet fuer uns: erster Auftritt in Battambang, eine Parade, Soundcheck und natuerlich die Probe fuer die Parade.
Ein absolut vollgestopfter Tag also.
Wir begannen ihn wie immer mit unserem Fruehstueck im White Rose, das diesmal etwas chaotisch war und laenger dauerte als ueblich, weil unsere Getraenke und Fruchtsalate durcheinander und in falschen Kombinationen an den Tisch kamen.
Als erstes stand die Laufprobe fuer die Parade auf dem Programm, die gut verlief.
Den Soundcheck erwarteten wir schon mit gemischten Gefuehlen, denn in Phnom Penh war er ja schon ziemlich chaotisch. Unsere Erwartungen wurden voll und ganz bestaetigt - leider.
Aus einer halbe stunde um 11 wurde das dreifache aber mit einer stunde verspaetung.

An dieser Stelle das Zitat des Tages: „Terror Brasilis, der Sound, bei dem die Boxen platzen“,

denn eine der Boxen verabschiedete sich unter einiger Rauchentwicklung, waehrend wir unsere Einstellungen vornahmen und Mirkrofone platzierten. Als wir fertig waren, gingen wir erstmal essen, um anschliessend fuer eine kleine Mittagspause zum Krafttanken ins Hotel zu fahren.
Denn im Anschluss hatten wir ein Parade zu bewaeltigen, die zwar fuer eine Stunde angesetzt war, jedoch bei der 90 Minutenmarke anzusiedeln war.

Die Parade war wirklich beeindruckend, denn viele Kuenstler wirkten mit. Vor uns liefen die Feuerjongleure, mit ihren Keulen und Staeben und jonglierten, darauf folgten wir, gemischt mit ca. 20 unserer Workshopteilnehmer, und untermalten das ganze musikalisch.
Ausserdem waren natuerlich noch Stelzenlaufer, Akrobaten, Schlangenmenschen, Fahnetraeger, sowie Alex mit seinem Didge mit von der Partie.

Nachdem wir auch den Rueckweg auf abenteuerlichste Weise mit allen Instrumenten gemeinsam auf der Ladeflaeche eines Pick-ups ueber Stock und Stein ueberstanden hatten, verstauten wir die Instrumente und assen noch etwas zu Abend, um danach nocheinmal ins Hotel zurueckzukehren.
Auf dem Gelaende herrschte naemlich ein riesiges Gewusel, das einen einach tierisch nervoes machen kann, was vor einem Auftritt nicht unbedingt sein muss.

Als es ernst wurde, gegen 10 uhr abends, denn da sollte die grosse Buehne fuer uns freigemacht werden, damit wir unsere Instrumente aufbauen koennen, wurde es mal wieder chaotisch. Das Abendprogramm wurde nocheinmal spontan so geaendert, dass die grosse Buehne doch belegt war und wir noch laenger mit dem Aufbau warten mussten.
Als wir endlich zum Zug kamen, gab es eine super Stimmung. Wir zogen einfach unser Programm durch. Soweit das ging, denn wir hatten schon wieder Technikprobleme, die sich aber gleucklichwise waehrend der Show noch beheben liessen, was nicht zuletzt unserer Flexibilitaet, was unser Programm angeht, und Mannis Intuition zu verdanken ist.

Der Grundsatz:“ Weniger ist manchmal mehr.“ hat sich heute abend mehr als bewahrheitet, denn die Leute, die da waren, haben wirklich sehr tolles Feedback gegeben und sich auch von unseren Technikproblemen nicht abschrecken lassen.

Nach dem Abbau goennten wir uns noch etwas zu trinken in der PPS-Bar und fuhren anschliessend nach Hause.

Wir freuen uns auf morgen, denn es heisst ausschlafen, spaet fruehstuecken und „nur“eine Parade steht auf dem Tagesprogramm, klingt doch fast nach einem entspannten Tag, mal sehen was er uns bringen wird.


 abenteurliche Fahrt zur Parade
 waehrend der Parade
 nach der Parade (1.)
 nach der Parade (2.)
 nach dem Auftritt

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Tag 10 - Battambang

Indirekt war heute bereits der erste Tag des Festivals.
Nach dem altbewaehrten Fruehstueck im White Rose machten wir uns auf zu Phare, um einem Meeting beizuwohnen, bei dem der Ablauf der Paraden besprochen wurde.
Wir werden morgen um 5 Uhr nachmittags in der ersten Sektion des Paradenzuges gemeinsam mit ca. 20 Khmer Sambamusik spielend durch Battambang laufen. Das war das Ergebnis der Besprechung.
Anschliessend speisten wir im Restaurant und goennten uns danach eine kleine Ruhepause auf der kleinen Buehne.
Denn um 2 Uhr stand die letzte Probe fuer die Paraden an, bei der wir saemtliche Grooves noch einmal wiederholten und bereits die Laufaufstellung einstudierten.
Die darauf folgenden Stunden gestalteten sich ein wenig ereignisslos, weil wir darauf warteten, von einem Pick-Up abgeholt zu werden.
Wir sollten naemlich ein wenig durch die Stadt fahren, trommeln und Werbung fuer das Festival machen.
Allerdings liess das Fahrzeug einige Zeit auf sich warten. Als es schliesslich doch soweit war, stellte sich zur Entaeuschung einiger Weniger heraus, dass das Auto zu klein war, um alle Musiker aufzunehmen.
So machten sich also nur 7 der 10 Reisenden auf, die Stadt mit der Sambamusik zu erfreuen, waehrenddessen sich die anderen die Zeit auf dem Gelaende mit Jonglieren oder einem Restaurantaufenthalt vertrieben.
Zum Abschluss gingen wir natuerlich noch alle gemeinsam zum Abendessen.
Jetzt werden wir uns wahrscheinlich ausruhen, um fuer die folgenden vier Tage fit zu sein.
Morgen steht naemlich neben der ersten Parade auch der erste Auftritt um ca 23.10 Uhr an.

Dienstag, 7. Dezember 2010

Tag 9 - Phnom Penh / Battambang

Um 6:40 Uhr haben sich Jan, Lisa, Anna, Alex und Vincent getroffen, um noch einmal einen Kaufrausch auf dem russian market zu haben. Da der Markt deutlich leerer und somit auch angenehmer war, hatten wir die Moeglichkeit, mit den Ladenbesitzern ausgiebig zu handeln. Leider haben wir uns zu viel Zeit fuer den Markt genommen, weshalb das Fruehstueck auf ein Stueck Brot und eine Banane minimiert wurde.
Anschliessend verbrachten wir sechs Stunden in dem Bus auf dem Weg zurueck nach Battambang, wo wir bei einem Rast das Fruehstueck nachhohlten. Nahe der Raststaette war eine kleine Krokodilfarm, welche weniger spektakulaer war, als die in Battambang.
Um 15:11:44 Uhr kamen wir auf dem PPS Gelaende an und luden unser Gepaeck um. Danach war erst einmal Entspannung im Hotel angesagt.
Nach Sonnenuntergang machten wir uns wieder auf den Weg Richtung PPS, wo wir unser Abendmahl verzehrten. Unfern des Gelaendes war ein kleiner Jahrmarkt aufgebaut, wo einige von uns Pfeile warfen und den Gewinn den Kindern schenkten.
Den Abend liessen wir gemuetlich im Madison Corner um die Ecke mit ein paar Bierchen ausklingen.

Montag, 6. Dezember 2010

Tag 8 - Phnom Penh

Das Rahmenprogramm war heute im Prinzip das gleiche wie gestern.
Fahrt zum Auftrittsort (diesmal das Centre Culturel Francais), Fruehstueck dort, Warten auf den Soundcheck gegen Mittag, Mittagessen, Soundcheck, Marktbesuch, Relaxen im Hotel und zu guter Letzt die Show mit unserem Auftritt.

Die Ereignisse im Einzelnen gestalteten sich allerdings alle ein wenig anders.
Erstmal mussten einige von uns noch die Instrumente vom Chaktomuk, dem Showplatz am Ufer des Mekongs, holen und kamen dementsprechend spaeter in Centre Francais und auch zum Fruehstueck. Leider war dieses ein bisschen knapp bemessen, weshalb es fuer die freiwillgen Helfer nicht reichte.
Das konnte un aber nicht aus der Ruhe bringen, weil es in der naeheren Umgebung ein paar Staende gab.
Der Soundcheck war fuer 12 Uhr angesetzt. Deswegen blieben wir bis dahin im Centre und warteten. Dummerweise stellte sich irgendwann heraus, dass die Soundanlage nicht vor 2 Uhr nachmittags benutzt werden durfte. Das war der Grund, warum sich der Soundcheck noch weiter verzoegerte.
Schliesslich war es dann aber so weit und wir konnten endlich das Mikrophon fuer Alex einrichten und ausprobieren.
In den folgenden Stunden bis zum Anfang der Show nutzten wir die Zeit um nocheinmal den Markt unsicher zu machen, von dem wir gestern leider nur die letzten Minuten vor Ladenschluss mitbekommen hatten.
Wir handelten wie echte Profis und sammelten uns schliesslich, um uns ein Tuk-tuk fuer den Rueckweg zu nehmen, in dem wir uns ueber unsere Feilschtechniken und neu erworbenen Schaetze austauschten. Bis zur Show hatten wir uns noch genuegend Zeit gelassen, die wir mit Ausruhen, Kraftsammeln und Schlafen verbrachten. Schliesslich ging es los, wir gingen zu Fuss, im Gaensemarsch mitten durch Phnom Penh im Berufsverkehr, vorbei an der Deutschen Botschaft zum Centre Culturel Francais. Vor Ort bereiteten wir uns vor, praeparierten unsere Instrumente und platzierten sie fuer spaeter.

Wir begannen unseren Auftritt, indem wir hinter dem Publikum anfingen zu spielen, was Alex und Jan die Moeglichkeit verschafft, die Buehne nach dem Auftritt der japanischen Jongleure fuer uns vorzubereiten, ohne dabei eine Pause im Programm zu haben.
Unser Programm hatten wir stark gekuerzt, sodass wir quasi ein Best-Of unserer Stuecke spielten und das letzte unserer Stuecke zusammen mit Alex.

Diesmal lief es so, wie wir es uns vorgestellt hatte: Wir hatten riesig Spass und der Funke Sprang ueber, das Publikum tanzte und klatschte. Wir hatten jedoch auch einen Rueckschlag zu verzeichnen. Unser Programm hatten wir unter anderem fuer den heuten Abend so gekuerzt, damit wir unabhaengigeer von der Technik sind und lange Umbauzeiten, sowie Technikprobleme vermeiden koennen. Leider trat jedoch genau der Fall ein und wir hatten Probleme mit dem einzigen Mikrofon, das wir brauchten, naemlich dem von Alex. Nichtsdestotrotz war der Auftritt ein Erfolg und machte Spass.

Nachdem wir gegessen hatten, fing es an zu regnen.
Damit fing auch die Ungewissheit ueber den Verlauf des weiteren Abends an. Das restliche Programm fuer diesen Abend streichen, oder durchziehen? Das wusste zunaechst niemand.
Schliesslich, nach einem kleinen Rhoenradintermezzo unter dem Dach des Cafes, hiess es aber: The Show must go on.

So kam es, dass auch das Finale noch stattfand, auf das wir, wegen der Publikumsrufe, noch eine kleine Session folgen liessen, zu der fleissig getanzt wurde. Zum Glueck war di esmal ein funktionierendes Mikrofon zur Hand und Alex kam auch noch auf seine Kosten.

Der Abend war also ein voller Erfolg.
Wir sind muede und geschafft, aber gluecklich und freuen uns auf unsere Betten.

Sonntag, 5. Dezember 2010

Tag 7 - Phnom Penh

Heute war der grosse Tag.
Der erste Auftritt und alles was dazugehoert, die Aufregung, das Lampenfieber und die Ernuechterung hinterher, wenn es doch nicht ganz so laeuft, wie man es sich vorgestellt hat. Aber wir sollten von vorne beginnen.
Unser Tag fing schon frueh an. Namentlich um 6:45 Uhr, um rechtzeitig zum Fruehstueck wieder am Mekongufer zu sein. Man muss aber sagen, dass es sich wirklich gelohnt hat, so frueh aufzustehen, denn direkt am Ufer mit Blick auf den Fluss auf der Terrasse zu sitzen und zu fruehstuecken, hat schon einen ganz besonderen Charme. Nach dieser Staerkung machten wir(Jan, Jan, Vinc, Lisa und Alex uns auf den Weg Phnom Penh a pied, also zu Fuss, zu erkunden. Die Sonne tat allerdings ihr bestes, unsere Unternehmung moeglichst kurz zu halten. Wie gut, dass es Cafes mit Klimaanlagen gibt. Das, in dem wir unsere "Cola- bzw. Teeverschnaufpause" machten, hiess Java und war nicht nur ein Cafe, sondern auch eine Galerie, die witzigerweise zur Zeit Kunstwerke aus der "Artschool" von PPS ausstellen. Wir fuehlten uns dort also quasi sofort heimisch.
Nach unserem kleinen Spaziergang spielten wir uns noch kurz warm und waren dann mit dem Soundcheck an der Reihe, der, wie sollte es auch anders sein, ziemlich chaotisch ablief, vor allem, weil eigentlich Manni die Augabe der Techniker uebernahm; wie gut, dass er das noetige Fachwissen dazu hat.

Der restliche Tag verlief ganz im Zeichen, der Ruhe und der Entspannung, um fuer den Abend genug Energie zu haben. Die einzige Unternehmung, die wir noch machten, war ein kleiner gemaechlicher Ausflug zum hiesigen Markt, der endlich unsere doch etwas touristisch angehauchten Beduerfnisse nach Souvenirs befriedigen konnte. Von einem allzugrossen Kaufrausch hielt uns gluecklicherweise die Tatsache ab, dass die Staende bereits am Schliessen waren, als wir gerade ankamen und wir relativ schnell sehen mussten, wo wir bleiben.

Im Backstage gingen wir nocheinmal die Ablaeufe einiger Stuecke durch, bevor wir uns in unsere Montur schmissen.
Wir wollen unseren Auftritt ja nicht schlecht machen, aber dadurch, dass er relativ spaet war, war schon ein grosser Schwung von Zuschauern gegangen. Dazu kam noch, dass die Nummer vor uns die Schreckensherrschaft der roten Khmer thematisiert. Dieser Teil der kambodschanischen Geschichte ist noch nicht genuegend aufgearbeitet, was wahrscheinlich auch der Grund war, wieso waehrend dieses Beitrags nocheinmal eine kleine Menge von Khmer aufstand und ging. Denn oftmals werden die Geschehnisse tabuisiert und verdraengt.
Trotzdem kam es gut bei dem verbleibenden Publikum an. Als alles vorbei war, kratzten wir die Reste des Buffets zusammen und machten uns auf den Weg nach Hause.
Im Nachhinein machen wir uns aber nicht so viele Gedanken, wir hatten Spass, welchen wir auch ruebergebracht haben, und sehen nach vorne.
Wir sind gespannt auf den naechsten Versuch, den wir bereits morgen bekommen.

Samstag, 4. Dezember 2010

Tag 6 - Battambang / Phnom Penh

Samstag, Reisetag nach Phnom Penh.
Viel gibt es heute nicht zu erzaehlen.

Es war der bisher fruehste Tag mit dem Aufstehen. Kurz nach Oeffnen des hoteleigenen Cafes (White Rose haette zu lange gedauert), d.h. um 6.30 Uhr, assen wir unser Fruehstueck. Danach ging es mit saemtlichem Gepaeck und den Instrumenten zu Phar, wo zwei Busse fuer alle Kuenstler des Tini Tinou Festivals warteten.
Nach dem alles verstaut war – einen Grossteil des Privatgepaecks haben wir bei PPS gelassen -, was sich bei den grossen Sourdotaschen als kompliziert erwies, fuhren wir los.
Die Fahrt dauerte quaelend lange, weil wir unterwegs immer wieder unnoetige Pausen einlegten. Wie sich herausstellte, steurten die Busfahrer die selben “Raststellen” an wie vor zwei Jahren, als wir auch nach Phnom Penh unterwegs waren.
Nach einer schier unendlichen, unbequemen, durch schlecht synchronisierte Filme und deren Geplaerre gestoerte und durch die Klimaanlage wieder unertraeglich kalte Fahrt erreichten wir endlich die Stadtgrenze der Hauptstadt und schliesslich auch unser Gaestehaus, welches fuer die naechsten drei Naechte komplett von Festivalteilnehmern belegt sein wird.
Wir hatten nur kurz Zeit, das Gepaeck abzustellen und die Zimmer zu inspizieren, weil es sogleich wieder weiter ging. Wir mussten uns naemlich direct zum Ort unserer morgigen Show begeben. Dieser liegt direkt am Zusammenfluss des Tonle Sap Flusses und des Mekongs, eines bereits dort unglaublich breiten Gewaessers. Bereits beim Aussteigen wurden wir von starken Windboeen begruesst und alle fragten sich, wie unter solchen Bedingungen Feuerspucker, Hutjongleure oder Trapezkuenstler auftreten sollen. Als wir wieder im Gaestehaus angekommen waren, nach einer Fahrt in dem mit 22 Leuten voellig ueberfuellten Kleinbus, konnten wir Alex begruessen, der inzwischen angekommen war. Die schlechte Nachricht, dass sein Didgeridoo irgendwo auf dem Weg nicht mit umgeladen wurde, hatte uns schon im Vorhinein erreicht. Wir versuchen jetzt schonmal ein bisschen Druck bei der Fluggesellschaft zu machen, damit wir, wenn es ernst wird, auch unser Didge-Ass aus dem Aermel zaubern koennen.
Jetzt warden wir gleich noch am Auftrittort zu Abend essen und uns danach vielleicht noch ein bisschen durch Phnom Penh treiben lassen.

Morgen steht der erste Auftritt an und wir sind jetzt schon in freudiger Erwartung. Da wir hier Internet haben, wie ihr beim Lesen dieses Beitrags mit Sicherheit feststellen koennt, werden wir jeden Abend brandaktuell von den Gigs berichten koennen.

Tag 5 - Battambang

Der gestrige Tag stand ganz im Zeichen des Probe sowohl unseres eigenen Repertoires als auch der Rythmen, die wir zusammen mit den Khmer fuer die Parade einstudiert hatten.
Nachdem wir nicht all zu frueh aufgestanden waren und gefruehstueckt hatten, fingen wir mit dem Wiederholen unserer Stuecke an. Da die meisten Grooves und Breaks gut klappten, konnten wir uns um 13 Uhr unser Mittagessen im Restaurant goennen. Demzufolge mussten wir auch nur wenige Stuecke wirklich dringend noch einmal in die Nachmittagsprobe integrieren.
Nach dem Essen fand allerdings erst der letzte Workshop und somit auch die letzte (General-) probe mit den Khmer statt. Diese verlief aber sehr zufriedenstellend, weshalb wir mit Zuversicht den Paraden in Battambang entgegen sehen koennen.
Anschliessend hatten wir uns eine kleine Pause in Form eines „Nickerchens“ auf der Buehne verdient, woran wir unsere besagt Zweitprobe anschliessen liessen.
Reichlich erschoepft begaben wir uns abermals ins Restaurant, denn es war schon Abend geworden.
Nach dem Essen machten wir uns schnell auf, mit dem Tuk-Tuk ins Hotel zu fahren.
Als Ausklinger des Tages trafen wir uns alle noch einmal im White Rose zu einem kleinen Getraenk. Fuer einige ging es dananch noch in eine Bar um die Ecke, was natuerlich die verfuegbaren Stunden fuer den Schlaf dezimierte.
Aber das macht uns nicht viel aus, weil wir heute den Vormittag sowie nur im Bus verbringen werden, um nach Phnom Penh zu fahren. Dort wollen wir tuechtig Werbung fuer das Tini Tinou Festival hier in Battambang machen, auf dem wir dann ab Donnerstag kommender Woche performen werden

P.S.: Da wir uns in „neuem“ Territorium befinden werden, ist es nicht sicher, ob wir die naechsten Tage Internet haben und deswegen ist der Blogbericht bis Dienstag nicht selbstverstaendlich. Aber bitte nehmt uns das nicht uebel. Selbst wenn dieser schlimme Fall eintreten solte, werden wir selbstverstaendlich alle Tagesberichte nachholen.

Bis bald!

Die Kambodschareisenden

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Tag 4 - Battambang

Wir waren heute sehr frueh im white rose, um noch genug zeit fuer Wat Banan, eine nahegelegene Tempelanlage, zu haben.
Das fruehe Aufstehen hat sich voll und ganz bezahlt gemacht, denn wir waren anscheinend ausserhalb der Besucherhochzeit vor Ort, was bedeutet, dass wir den Tempel fuer uns hatten. Mal abgesehen von den einheimischen Khmer natuerlich.
Bevor wir allerdings den Tempel zu Gesicht bekamen, hatten wir einen nicht zu verachtenden Aufstieg zu bewaeltigen. Die Plackerei mit den ueber 300 Stufen hat sich jedoch mehr als gelohnt. Wir haben selten einen Ort erlebt, der eine so tiefe Friedlichkeit ausstrahlt wie dieser. Wir machten ein paar Fotos und setzten uns schliesslich an die Treppe und genossen die Sonne, die Aussicht und die ganz besondere Atmosphaere des Tempels, die sich einfach nicht in Worte fassen laesst, sie laedt einfach dazu ein, die Augen zu schliessen, in sich hineinzuhorchen und zur Ruhe zu kommen.
Doch als die erste Touristengruppe anrueckte, nutzten wir die Gelegenheit um abzuruecken.
Marco konnte allerdings nicht genug bekommen und blieb noch etwas laenger, was zur Folge hatte, dass wir getrennt weiterfuhren und zwar zu den Killing Caves, Hoehlen, die die Roten Khmer als Massengraeber fuer die vielen Toten waehrend ihrer Schreckensherrschaft benutzten.
Der Weg dahin erwiess sich jedoch als ausserordentlich abenteuerlich, nicht nur wegen der Schlagloecher oder Fahrzeuge, die so dicht an uns vorbeirauschten, dass Vincent schon Angst bekam, als schlechtes van Gogh Imitat ohne Ohr heimzukommen, sondern auch weil wir einen Platten hatten.
Dieses Unglueck erwies sich gluecklicherweise als marginal, denn unser Fahrer war fuer diesen Fall bestens ausgeruestet. Wagenheber, Ersatzrad, Muttern, Schluessel, Schrauben und technsiches Know-How waren vorhanden und so wurde eine Reifenpanne in wenigen Minuten aus der Welt geschafft.
Sehr zu unserer Erleichterung natuerlich.

Was wir allerdings noch nicht ahnten, war, dass uns das unserem vermeindlichen Ziel zwar naeher brachte, es allerdings anders war, als wir es uns vorgestellt hatten.
Wir landeten in einer kleinen Touristenfalle, von der aus man noch weiter ein Mofa mieten musste. Wir waren, auch weil wir nicht mehr allzuviel Zeit hatten und darauf auch mehrmals aufmerksam gemacht hatten, etwas muerrisch und bliesen die Aktion ab.
Bis auf Funky, Marco und Jan W. fuhren wir zurueck aufs PPS-Gelaende. Die drei hatten, auch wenn ihre Tour nur kurz war, noch Spass.
Sie besichtigen naemlich nicht nur die Killing Fields, die natuerlich betroffen machen.Sie sind zwar inzwischen wieder geraeumt aber der Ort bewahrt sich trotzdem seine eigenwillige Atmosphaere. Kurz vor Abfahrt nutzten die drei noch die Gelegenheit, sich einen modernen Tempel anzusehen, den hauptsaechlich seine ausufernde Farbenpracht von seinem aelteren Bruder unterscheidet.
Unsere Gruppe traf sich dann zum Essen, das wir gemeinsam genossen, wieder.
Nach einer kleinen Ruhepause, bzw. Nickerchen unter kambodschanischem Himmel machten wir uns wieder an unsere Workshoparbeit, die immer weiter Fortschritte macht. Die Ablaeufe klappen immer besser und ”es groovt”inzwischen “wie die Pest”.
Wegen dieser kleinen Erfolgserlebnisse macht das Ganze wirklich grossen Spass.
Anschliessend gingen wir nocheinmal eins unserer Stuecke zu Probezwecken durch und sahen uns zum Ausklingen des Abends noch eine Kooperation zwischen franzoesischen, belgischen und kambodschanischen Artisten am Trapez an.

Wegen der grossen Nachfrage hier unser naechster Web-Tip:


  
Vor dem Aufstieg noch voller Tatendrang :D
Praechtige Tempel, aelter als Angkor Wat
 Achtung, Einsturzgefahr
 Pflanzenstudien
 In der Ruhe liegt die Kraft
 Reifenpanne!
Beat im Einklang
 Freude und Heiterkeit beim Workshop

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Tag 3 - Battambang

Dialog des Tages:“...die Musiker aus Singapur.“ (Manni)
                               „Was, ein Kinderchor?“ (Funky)

Heute sind wir wieder frueher aufgestanden, weil Manni und Anna eine Besprechung bei PPS zum Ablauf des Festivals insbesondere der Paraden hatten. Lisa, Vincent, Jan und Jan gestalteten den Vormittag auf touristische Art und besuchten eine Krokodilfarm und den Bambootrain.

Auf der Krokodilfarm war artgerechte Haltung wohl eher ein Fremdwort. Nichtsdestotrotz war es eine Attraktion fuer uns, vor allem weil unser Tuk-Tuk Driver sich einen Spass daraus machte, uns die Beweglichkeit und die Schnelligkeit der schlafend scheinenden Krokodile durch das Stossen mit Hilfe eines Besens demonstrierte. Er freute sich besonders, als wir, wegen der laut zusammenschlagenden Kiefer, schreckhaft zusammenzuckten.

Der Bambootrain war weniger spektakulaer, da die sehr schoene Landschaft teilweise von hohen Bueschen verdeckt wurde. Die Fahrt beeindruckte uns aber durch Fischer die bis zum Bauch mit ihren Netzen im Tuempel standen und durch die traumhafte Landschaft, die sich durch Luecken im Gestruepp durchaus erahnen liess. Wir konnten uns auch ueber staendiges Absteigen freuen, da alle Zuege hin und zurueck auf einer Trasse fuhren.
Trotz der vielen Aktivitaeten und einem Mofaunfall, dem wir gerade noch entrinnen konnten, kamen wir noch puenktlich zum Mittagessen.

Der anschliessende Workshop hat wieder Spass gemacht, da die Khmer noch alles von gestern konnten und wir alle weiterhin Spass, Freude und Motivation an den Tag legten.
   Bei unserer Probe merkte man schnell, dass auch von uns viel Energie in den Workshop gesteckt wurde.

Den Abend liessen wir entspannt mit Getraenken auf der Dachterrasse ausklingen und dabei besprachen wir die vor uns liegenden Tage.

Fuer alle Interessierten, die mehr ueber das Festival erfahren wollen unser Web-Tip:



 Workshop in versammelter Runde
 
Musik verbindet
 Krokodile, Krokodile, Krokodile
 Impression von lauernder Gefahr
 mal ein einzlnes
       uuuuuuuuuuuhhh...!!            aaaaaaaaaaaahhh...
...aaaahhh, Bambooootrain!
Ausweichmanoever einmal anders

Dienstag, 30. November 2010

Tag 2 - Battambang

Zitat des Tages: „Ach verdammt jetzt habe ich mein „Khmer fuer Anfuehrer“Woerterbuch vergessen.“ (Anna)

Wir haben heute einen sehr geruhsamen Tag genossen, der zum Glueck mit einem ausgezeichneten und altbekannten Fruehstueck im White Rose begann. Reis, Fruehlingsrollen, Baguette mit Nutella, Muesli, Omelette mit Kaese und Gemuese, sowie diverse Fruchtsalate zierten unseren Tisch.
Geruhsam war der Tag vor allem, weil wir den Vormittag frei gestalten konnten. Waehrend ein Teil der Gruppe im Hotel verblieb, mischte sich der andere unters Volk und erkundete die umliegenden Maerkte, auf denen wir altbekannte Groessen wiederfanden, wie die Albinofroesche und die lebenden Aale. Ausserdem haben wir dem Postamt einen kleinen Besuch abgestattet und uns dort mit einer seltsamerweise unfreundlichen Beamtin herumgeschlagen. All diese Strapazen nehmen wir aber sehr gerne auf uns, um euch kambodschanische Postkarten mit echtem Battambangstempel zukommen zu lassen.

Anschliessend durften wir ein wie gewohnt aussergewoehnlich gutes Mittagessen zu uns nehmen, auf das wir einen zweistuendigen Trommelworkshop folgen liessen. Dieser fand guten Anklang und es fanden sich so einige altbekannte Gesichter unter den Teilnehmern. Wie jedes mal waren wir auch heute erstaunt ueber die musikalische Auffassungsgabe der Khmer, die es uns ermoeglicht, durchaus beachtliche Arrangements mit ihnen zu spielen. Beim dem Fussweg zurueck ins Hotel ( es war gerade kein Tuk-Tuk vor Ort, also fleissig drauflos marschiert...) sammelte uns ein zufaellig vorbeifahrender Pic-Up von PPS ein und nahm uns auf der Ladeflaeche mit, natuerlich sehr zu unsem Amusement. Vor allem weil Jan trotz Vorwarnung fast seine Kopfbedeckung an den Fahrtwind einbuesste.
Das Projekt Krokodilfarm haben wir wegen der Lichtverhaeltnisse auf morgen frueh verschoben, mal schaun was daraus wird. nach dem Abendessen sassen wir nocheinmal auf einen kleinen Umtrunk im White Rose zusammen und uebten konstruktive Kritik, lachten und liessen den Tag Revue passieren.

Wir sagen tschuess, ciao und auf Wiedersehen,
Lasst es euch recht wohl ergehen.

Lecker, lecker Drachenfrucht!!
Das "Funky-Tuk"
Erster Workshop
 
Geschafft von der Probe

Montag, 29. November 2010

Tag 1 - Battambang


Zitat des Tages: “Ich wollte eigentlich heute morgen um viertel nach sechs bei Yoko Ono klopfen und mit ihr fruehstuecken, hab mich dann aber doch nicht getraut.” (Anna)
Laut Buchungsplan soll „eine oder die“ Yoko Ono das Zimmer neben Anna belegt haben.

Wir sind gestern (also heute) frueher als erwartet ca um 12 Uhr nachts im Hotel angekommen und wollten heute schon relativ frueh aufs PPS Gelaende. Deswegen hiess es, zeitig aufzustehen. Fruehstueck gab es um 8 Uhr im Hotel, das wir allerdings morgen wieder an gewohntem Ort (White Rose) einnehmen werden, weil dort der Tee nicht nach Chlor schmeckt.
Anschliessend gings per Tuk Tuk zu PPS. Da es in dem einen Jahr unserer Abwesenheit einige Veraenderungen auf dem Gelaende gegeben hatte, bekamen wir erst einmal eine kleine Fuehrung und bestaunten die neue Musikschule, die neue Artistenschule und den renovierten Buehnenboden im Showzelt.
Nach unserer mittaeglichen Staerkung, die allen sehr gemundet hat, machten wir uns daran, die Instrumente zusammenzuschrauben, um anschliessend gleich sowohl Krach als auch Lebensfreude mit einer kurzen Probe zu verbreiten. Das spontane Publikum bestand hauptsaechlich aus Schulkindern, die gerade Pause hatten.
In den folgenden Stunden boten die „Jungkambodschaveteranen“ Lisa einen kleinen Rundgang durch die Stadt, den nahen Markt und zu einem Tempel.
Um die Aufenthalte im Hotelzimmer angenehmer zu gestalten, beschlossen wir schliesslich, uns eine Klimaanlage zu goennen.
Es wurde auch schon wieder Abend, also war es wieder Zeit fuers Abendessen. Dieses konnten wir nur zur Haelfte geniessen, da ein Teil des Essens roh war.

Dialog des Tages:
„Das komische Zeug ist ja halb roh!“, „Was, Pansen?“, „Nein, es ist roh!“, „Was, roher Pansen?“, „Nein, das Fleisch ist roh!“, „Was, roh?“, ...

Zum Abschluss des Tages haben wir uns noch eine neue PPS-Show mit dem Titel „Sunrise“ mit vielen Touristen im Zelt angesehen.
Jetzt lassen wir den Tag noch im Hotel ausklingen, freuen uns, dass wir morgen laenger schlafen koennen und erwarten mit Vorfreude das kommende Festival.

Sonntag, 28. November 2010

Angekommen

Hallo, ihr Leser in eifriger Erwartung der abenteuerlichen Berichte.
Lasst euch sagen, wir sind gut angekommen, ob wohl es wieder einige Komplikationen mit Fluglinien, Flughaefen und aehnlichem gab.
Wir freuen uns, endlich im bekannten Seng Hut Hotel zu sein (Mitternacht Ortszeit), aber heute fehlt uns die Kraft, lange Berichte zu schreiben.
Aber ab morgen gibt es wieder alle Erlebnisse in der gewohnten Ausfuehrlichkeit. Versprochen!
Eure Tebras aus Kambodscha
(P.S. Der Einfachheit halber beschreiben wir beide Blogs synchron mit den gleichen Posts)

Mittwoch, 24. November 2010

Mehr Autoren für die Tebras-Blogs

Mehr Autoren bedeuten mehr Posts.
Und mehr Posts bedeuten mehr interessante Neuigkeiten für die fleißigen und treuen Leser.

So weit, so gut.

Damit ihr die komplette Bandbreite der Tebras-Tour durch Kambodscha miterleben könnt, gibt es jetzt ab sofort die unglaubliche Anzahl von 2 Blogs.

Da staunt ihr!

Also, für mehr lustige Geschichten und Erfahrungsberichte aus dem Land der Khmer checkt regelmäßig diesen und auch folgenden Blog:

http://terracambodschanica.blogspot.com

Viel Spaß beim Lesen!

Sonntag, 21. November 2010

Wir gehen wieder auf Reise...

Bald beginnt unsere Fahrt nach Kambodscha. Workshops mit den Musikern des Projekts "Phare Ponleu Selpka (PPS), gemeinsame Auftritte, Paraden und Konzerte auf dem Internationalen Tini Tinou Festival stehen auf unserem Plan.